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Dienstag, 20 September 2016 08:44

Digitaler Glasdruck: Dip-Tech - Kathedrale von Straßburg feiert mit einem historischen, digital gedruckten Kunstwerk

Die Kathedrale von Straßburg, deren Grundstein im Jahr 1015 gelegt wurde und die in 1439 fertiggestellt wurde, steht seit tausend Jahren hoch und stolz, aber seit 1683 fehlt ein großer Teil ihrer Buntglaskunst. Dieses war der Fall bis September 2015, als die klaren Glasfenster saniert und durch atemberaubendes, digital bedrucktes Glas ersetzt wurden. Dank der Kunst der Designer, der Künstlerin Véronique Ellena, des Glasbläsers Pierre Alain Parot und dem Expertenteam von Saint-Gobain GLASSOLUTIONS, die ihren erweiterten Dip-Tech Digital-Keramik In-Glas-Drucker verwendeten, konnte diese neuartige Buntglas-Installation ein überzeugendes historisches Erscheinungsbild erzielen, welches vollständig mit der bestehenden Fassade und dem originalen Buntglas verschmilzt.

Eine historische Stätte wie die Kathedrale von Straßburg erforderte ein Kunstwerk, das sowohl modern war als auch eine deutliche Verbindung zur Vergangenheit zeigte. Neben reiner Schönheit musste es auch verschiedenen ästhetischen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden.

DIPtech Strassburg 1Die Künstlerin Véronique Ellena, die das Projekt entwarf, beschrieb ihr Ziel als das Vermitteln „der Schönheit und Diversität der Welt“ auf Glas. Sie fotografierte jeden Tag Menschen, die zur Kathedrale kamen, um „ihre verklärten Farben zu dem Licht zu bringen, welche das Buntglas in der Kathedrale durchdringt. Als Fotografin war dies ein Weg das Licht auf das Buntglas zu ziehen“. Das Endergebnis war ein Bild des Antlitzes Christi, inspiriert von Hans Memlings Gemälde „Christus Benediction“. Sein Gesicht besteht aus einer Montage von 150 der anonymen Gesichter, welche Ellena fotografierte. In der Installation ist Christus das Gesicht auf der rechten Seite, wobei das linke Panel eine Hommage an die Natur ist. Zusammen mit Saint-Gobain GLASSOLUTIONS und Dip-Tech wandelte Ellena ihre grafischen Bilder in druckfertige Dateien, formatiert um direkt auf Glas gedruckt zu werden.

Neben dem Bedarf, bunte detaillierte Bilder zu kreieren, wollte der Künstler die Langlebigkeit des Projekts sichern. Oder, wie Jean-Francois Outin, Marketingleiter für Interieur & Design bei Saint-Gobain es beschrieb, „eine Lösung, die, zusammen mit der Kathedrale, mindestens 1.000 Jahre halten soll.“ Outin erklärte: „Uns war von Anfang an klar, dass die Keramikfarben in das Glas infundiert werden müssen, da organische Druckfarben den Belastungen durch Luft und Luftfeuchtigkeit nicht standhalten würden.“ Aus der Zusammenarbeit wurde der industrielle Prozess zu einem künstlerischen Prozess, während das Team Tests am Glas implementierte und das Design verbesserte, bis die perfekten Druckergebnisse erreicht wurden.

Meister-Glasmacher Pierre-Alain Parot, der von Beginn des Projekts der technische Berater für Véronique Ellena war, wurde einberufen, um dem Glas den letzten Schliff zu verleihen. Er kreierte eine zweite Haut aus geblasenem Glas, die über die gedruckten Bilder gelegt wurde. Das Buntglas hat das Bild und das Gefühl noch weiter verstärkt und so die perfekte Mischung mit den vorhandenen gotischen Kunstwerken erstellt. Das Endergebnis ist eine 7,8 Meter (25,6 Fuß) hohe Fotomontage, die aus 40 bedruckten Paneelen besteht. Die Dip-Tech Technologie des digitalen In-Glas Drucks ermöglicht es zu planen, wie das ganze Bild auf jedes einzelne Panel gedruckt werden soll. Tatsächlich druckt dann der Glasverarbeiter verschiedene Teile des Bildes auf jedes Panel, nummeriert sie und macht es einfacher für das Konstruktionsteam, sie richtig zusammenzubauen, womit das Meisterwerk enthüllt wird.

Auch wenn dieses das erste Mal war, dass Glasmeister Parto mit digital bedrucktem Glas arbeitete, war er von der Funktionalität begeistert. „Die Fähigkeit, Fotos mit einer nachhaltigen Technologie zu reproduzieren, ermöglicht dem traditionellen Buntglas-Künstler eine neue Ära zu betreten“, sagte er. „Die Kathedrale von Straßburg war eine historische Gelegenheit hervorzuheben, wozu der digitale In-Glas Druck in der Lage ist“, kommentiert Dip-Tech CEO, Alon Lumbroso. „Wir sind beeindruckt von dem, was unser Partner Saint-Gobain erreichen konnte - erfolgreich das Kunstwerk von Jahrtausend zu Jahrtausend zu überbrücken - und wir freuen uns darauf, unsere Technologie weiterzuentwickeln, um sie den Bedürfnissen des Marktes anzupassen“.

Dip-Tech ist ein weltweit führender Anbieter von digitalen Glas-Drucklösungen, welche die Lebensdauer keramischer Druckfarben mit der Vielseitigkeit und Qualität des digitalen Drucks verbinden. Mit mehr als einem Jahrzehnt an Markterfahrung, bietet Dip-Tech eine praxisbewährte Lösung für alle Außen- und Innen-Flachglasdruckanwendungen und beantwortet die gesamte Bandbreite künstlerischer und funktionaler Anforderungen.

SAINT-GOBAIN GLASSOLUTIONS entwickelt und vermarktet eine riesige Vielfalt an Glasprodukten für die Bauindustrie. SAINT GOBAIN GLASSOLUTIONS bietet ein umfassendes Portfolio an Produkten und Dienstleistungen, die genauso viel im Neubau wie bei Renovierungen für den Innen- und Außeneinsatz benutzt werden. Dieses Glasproduktions- und Vertriebsnetz wird bei einer Vielzahl von Aktivitäten genutzt, z.B. im industriellen Rahmen, bei Fassaden, großen Architekturprojekten, in der Innenarchitektur, bei Möbeln, städtischer Einrichtung, Gewerbekälteanwendungen, modernsten Optiken, elektrischen Haushaltsgeräten.

Mehr Informationen: http://www.dip-tech.com/de und http://www.glassolutions.eu/interior