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Montag, 22 Januar 2018 13:45

Esko: Cartonéo produziert Display-Kleinserien im Dauerbetrieb

Cartonéo ist ein französischer Spezialist für die Herstellung von Verpackungen, POS-Material und Werbeschildern aus Karton und Wellpappe mit Sitz im französischen Jura-Gebirge. Seine Kunden kommen unter anderen aus der Lebensmittel-, Automobil-, Kosmetik- und Pharmaindustrie, aus dem Wein- und Spirituosenhandel sowie aus dem Verlagswesen. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, seine Aktivitäten im POS-Bereich weiter zu entwickeln. Um das zu erreichen, hat Cartonéo in Eskos Workflow-Automatisierung und in das Modell Kongsberg C66 investiert, die größte automatisierte Schneideanlage von Esko.

Der Grund für diese Investition war ganz einfach: Der Markt tendiert immer mehr zur Personalisierung, ein wichtiger Aspekt bei der Markendifferenzierung – somit geht die Entwicklung mehr zur Produktion kleiner Serien. Zudem fragten die Kunden nach POS-Material aus dickem Karton oder aus Kunststoff und Cartonéo ließ sich die Chance nicht entgehen, diesen neuen Markt zu erschließen. Um auf diesen neuen Bedarf einzugehen, hat das Unternehmen in eine Digitaldruckanlage HP Scitex 11000 investiert. Mit dem Ziel, Bestandskunden zu binden und Neukunden zu gewinnen, musste Cartonéo die Herstellung dieser Produkte in kleinen Stückzahlen in einem sehr straffen Zeitplan sicherstellen. Die Kongsberg C66 von Esko ist eine Schneideanlage, mit der sich diese Herausforderungen bewältigen lassen. Somit verfügt das Unternehmen über eine komplett automatisierte Produktionskette zum digitalen Drucken und Zuschneiden von POS-Material in kleinen Serien.

Das Traditionsunternehmen Cartonéo versteht sich als Vorreiter in puncto Innovation: Gegründet wurde Cartonéo 1897 in Saint-Clauce, der Hauptstadt der Pfeife, von der Urgroßmutter von Edmond Perrier, dem derzeitigen Vorsitzenden des Unternehmens. Die nächste Generation der Mitarbeiter begann damit, Spielzeuge aus Holz zu verpacken, eine weitere Spezialität der Region. Zu dieser Zeit beschäftigte Cartonéo 50 Personen und alles wurde von Hand gefertigt. Der Vater von Edmond Perrier ist schließlich in den 1950er Jahren in das Wellpappengeschäft eingestiegen und leitet das Unternehmen seit 1991. Er hat sich dafür entschieden, seine Werkstatt mit Geräten für den Offsetdruck und zur Laminierung auszustatten. Die Cartonéo Gruppe ist heute in drei Unternehmen mit rund 130 Mitarbeitern aufgeteilt.

„Zur Erhöhung unserer Marktanteile im POS-Bereich müssen wir bei der Produktion von Kleinserien schneller und flexibler sein“, erläutert Edmond Perrier. „Mit dem Modell Kongsberg C66 sind wir heute in der Lage, ein neues Produkt in kürzester Zeit zu entwickeln und die Anforderungen unserer Kunden umgehend zu erfüllen. Da die Maschine zudem vollständig programmierbar ist, können wir im Dauerbetrieb arbeiten. Ein zusätzlicher Vorteil für unsere Kunden: Für sie fallen keine Werkzeugkosten für Stanzen etc. an.“

„Durch die mit der Kongsberg C66 verbundene Automatisierung des Produktionsablaufs lässt sich unsere Produktivität deutlich steigern, da wir unterbrechungsfrei arbeiten und eine richtige Industrieproduktion entwickeln können. Die Arbeitszeit, die zuvor mit zahlreichen manuellen Schritten erbracht wurde, kann nun für Tätigkeiten mit hoher Wertschöpfung genutzt werden“, ergänzt Laurent Gangloff, Industriemanager bei Cartonéo.

„Dank der außergewöhnlichen Größe, der Geschwindigkeit und der Präzision der Schneideanlage auf festen und schweren Materialien kann Cartonéo von zahlreichen Möglichkeiten profitieren, die das Wachstum des POS-Marktes bietet. Die digitale Produktion ist eine neue Entwicklung für uns, daher nehmen wir uns die Zeit, um uns in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern von Esko in diesem Bereich weiterzubilden“, erläutert Edmond Perrier.

Frank Adegeest, Leiter der Abteilung F&E, zuständig für die Esko-Produkte, betont: „Die ersten Gespräche fanden bereits Ende 2015 statt, als Cartonéo eine Schneideanlage für größere Formate kaufen wollte, die mit der HP Scitex 11000 kompatibel ist. Eine maximale Automatisierung und eine Produktion im Dauerbetrieb gehörten u. a. zu den Voraussetzungen. Wir hatten einen Plan, der jedoch noch nicht auf dem Markt war und erst sechs Monate später auf der drupa 2016 eingeführt wurde. Nach diversen Verhandlungen und Unterzeichnung einer Geheimhaltungsvereinbarung hat sich Cartonéo um den Erwerb einer Lösung bemüht, die sich noch in der Entwicklungsphase befand. Cartonéo war zuerst Alpha-, dann Betatester für Esko. Clinchtech, ein Hersteller von Automatisierungssoftware, sowie die Mitarbeiter, die die HP Scitex 11000 installiert hatten, waren ebenfalls an diesem Projekt beteiligt.“ Zwölf Monate später, im März 2017, wurde die Schneideanlage Kongsberg C66 von Esko installiert.

„Wir können nun Materialien wie Kunststoff oder sehr dicke Pappe zuschneiden. Somit können wir Wabenpappe, dreiwandige Wellpappe oder sogar Möbel aus Pappe herstellen. Wir entwickeln uns auf Märkten weiter, auf die wir zuvor noch keinen Fuß gesetzt haben, und wir haben bereits mehrere Verträge unterzeichnet“, schließt Edmond Perrier. Kurzum: Die Investition trägt Früchte und Cartonéo wird ein neues Kapitel seiner Geschichte schreiben können.

Mehr Informationen: http://www.esko.com und http://www.cartoneo.com

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